Heft 22: Chorin-Parsteiner Endmoränenbogen und dem Becken des Parsteiner Sees (2020)

Mit dem Chorin-Parsteiner Endmoränenbogen und dem Becken des Parsteiner Sees stellen wir die fünfte Landschaft des Jahres aus dem Bereich der Märkischen Eiszeitstraße vor. Diese Landschaft ist bezüglich ihrer naturräumlichen Besonderheiten, der exzellenten geomorphologischen Formationen und der damit in Beziehung stehenden biodiversen Ausstattung weit über die Region hinaus wohlbekannt. Aufgrund dieser Gegebenheiten wurde sie sowohl ein Kerngebiet des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin als auch des Geoparks Eiszeitland am Oderand. Natur-, Landschafts- und Denkmalsschutz können hier auf eine sehr lange, erfolgreiche Tradition zurückblicken. Vielleicht sind diese Erkenntnisse und Erfahrungen eine Denkhilfe bei aktuellen Diskussionen über den Umgang mit der Kulturlandschaft unter Bedingungen klimatischer Veränderungen.

Für den vorliegenden Band gelang es uns sachkundige Autoren zu gewinnen, die zur Vielzahl vorliegender Veröffentlichungen dennoch neues Wissen über die Landschaft und über den verantwortungsvollen Umgang der Menschen mit ihr beisteuern. G. W. Lutze & J. Kiesel beginnen zunächst mit einem Überblick der landschaftlichen Grundstrukturen und visualisierten ihre verborgenen Formen. N. Schlaak aktualisiert unser Wissen über die geologischen Bildungen und ihrer eiszeitlichen Entstehung. A. Krone und R. Michels stellen die komplizierten Verhältnisse des Gewässersystems vor. Die sehr lange, wechselvolle Besiedlungsgeschichte der Landschaft erläutert K. Kirsch anhand toller Befunde und Relikte der Zeitenläufte. Als Forstpraktiker schildert H. J. Gaffron die traditionsreiche Waldbau- und Forstgeschichte. Die Beiträge von E. Badstübner, F. Siedler und G. Schrödl widmen sich interessanten Gesichtspunkten rund um das Kloster Chorin, die für die Entwicklung dieser Kulturlandschaft von herausragender Bedeutung sind. Die Beiträge von M. Flade, L. v. Maltzan und P. Krenz kunden vom erfolgreichen Wirken der nachhaltigen Nutzung und des Schutzes. Geheimnissen des Pehlitzwerder, der traumhaften Halbinsel im Parsteiner See, geht H.-J. Pohle nach. Schließlich stellt Ch. Hopf drei Kirchen von F. A. Stüler vor.

Liebe Leser, bitte haben Sie auch in diesem Jahr Freude am Erkunden der geologischen, siedlungsgeschichtlichen, landschaftsökologischen und kulturellen Hintergründe, die wir mit unserer Broschüre präsentieren. Lassen Sie sich vom Lesen der abwechslungsreichen Lektüre unbedingt zum Entdecken der Natur und Kultur in der Landschaft verführen!

Dr. sc. Gerd W. Lutze und Dr. Hans-Joachim Pohle

Märkische Eiszeitstraße e.V.

Eberswalde, März 2020