‚ÄčLobetal


Landschaftlich ist Lobetal reizvoll eingebunden in die flachwellige Barnimlandschaft an der Märkischen Eiszeitstraße, die über die „Eiszeitstraßentour“ erradelt werden kann.
1905 hatte Pastor Friedrich von Bodelschwingh in Rüdnitz die Wohnstätte Hoffnungstal eingerichtet, um dem Elend der Obdachlosen und Arbeitslosen in Berlin zu begegnen. Die erlebte einen Ansturm und platzte bald aus allen Nähten. Darauf ließ von Bodelschwingh 1906 aufa einem Gut in Lobetal eine Arbeiterkolonie errichteten. Dort entstanden dann auch Wohnstätten, Betreuungseinrichtungen und Werkstätten für alte, behinderte, anfalls– und suchtkranke Menschen.
1929 wurde der damalige Gutsbezirk in eine eigenständige Gemeinde umgewandelt. Sie entwickelte sich sehr schnell und auch neue private Eigenheime kamen hinzu.
Nach der Wende 1989 hat sich das Bild von Lobetal durch zahlreiche Neubauten und die behindertengerechte Umgestaltung von Straßen und Plätzen ziemlich verändert. Aber die parkartige Gesamtgestaltung bleibt deutlich erkennbar.
Heute gehört die Hoffnungsthaler Stiftung Lobetal zu den Einrichtungen des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland.
Zu den Eigenbetrieben der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal gehören das Bonhoeffer-Haus mit Gästehaus und öffentlichem Restaurant. Es ist ein idealer Ort für Seminare, Workshops, Rüstzeiten, Familienfeiern sowie für alle, die einmal ausspannen und hier ihren Urlaub verleben möchten.

Bonhoeffer-Haus in Lobetal. Foto W. Ebert

1926 wurde in Lobetal eine Schmiede gebaut. Die war bis 1992 in Betrieb. Dann wurde sie nicht mehr benötigt. 1999 wurde das zwischenzeitlich sanierte Haus als Touristentreff eröffnet. Seitdem dient es der Förderung des Tourismus in der Region und als Begegnungsstätte für Behinderte und Nichtbehinderte, für Gäste und Einheimische, für Wanderer und Radler. Der Verein Alte Schmiede Lobetal e.V. betreut den Touristentreff. Es gibt hier Kuchen, Kaffee und Erfrischungsgetränke. In einem Teil des Raumes sind Originalwerkzeuge und Einrichtungsgegenstände des Schmiedehandwerks zu bewundern.



Die Alte Schmiede. Foto W. Ebert

Zwei Kilometer westlich des Ortes befand sich seit Ende der 1930er Jahre die Anlage des Marine-Bunkers „Koralle“ und dazugehöriger Anlagen. Teilweise befehligte Karl Dönitz im Zweiten Weltkrieg von hier aus als Befehlshaber die U-Boot-Flotte. Nach dem Krieg gingen die Bunker-Anlagen in die Nutzung der Sowjetarmee über. Ein ehemaliges Mannschaftsgebäude der Marine am Rande des Militärgebietes wurde den Hoffnungstaler Anstalten Lobetal 1949 zur Nutzung als Wohnstätte überlassen.
Seit Anfang 2003 gehört Lobetal mit seinen ca. 705 Einwohnern und einer Gemarkung von 796 ha als Ortsteil zur Stadt Bernau bei Berlin.


Quellen:
Enders, L.: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil VI, Barnim. Hermann Bühlau  
     Nachfolger, Weimar 1980
Lobetal – Wikipedia.  http://de.wikipedia.org/wiki/Lobetal
Stadt Bernau bei Berlin - Lobetal . http://www.info-bernau.de/jobernau07/index.php?option=com_content&task=blogse
Dönitz - TRUPPENMANNSCHAFTSBUNKER DER KRIEGSMARINE. http://www.truppenmannschaftsbunker.de/objekte
    /objektefortsetzung/bernau/bu.html
Evangelische Tagungsstätte mit Gästehaus ::  Bonhoeffer- Haus
    http://www.lobetal.de/INTERNET/unsere-angebote/gaesteservice_betriebe/Gaesteh...



Märkische Eiszeitsraße, W. Ebert 2012