Ausflugsziele ins Oderbruch

Von Bad Freienwalde sind dem Besucher Fahrten und Wanderungen zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten  des Oderbruchs sehr zu empfehlen. Beispielhaft soll hier nur auf einige der sehenwerten Ziele hingewiesen werden. Nähere Beschreibungen werden demnächst folgen. Neben dem Grenzübergang Hohenwutzen ( siehe da) sind in Kunnersdorf der Park und die Grabkolonnaden zu erwähnen, in  Zollbrücke das Theater am Rand, das Dammeisterhaus, die Gaststätte am Oder- Neiße- Radweg und der neue Oderdeich. Bei Güstebieser Loose ist es insbesondere die Fähre nach Polen. Darüber hinaus empfehlen sich eine Tagestour zum Schlossensemble in Neuhardenberg und zum Schloss in Wulkow. Etwas weiter entfernt laden Groß Neuendorf zu einem Besuch ein. Für Liebhaber von Flechtwerk lohnt ein Besuch des Korbwarenmuseums mit internationalen Flechtarbeiten in Buschdorf. In Wilhelmsaue ist die Bockwindmühle ein interessantes Ziel. Wer bis nach Seelow fährt sollte nicht versäumen das Museum zur Erinnerungan die Kämpfe um die Seelower Höhen zu besuchen. Geschichtsinteressierte Raucher können in Wuschewier dem dortigen liebevoll eingerichteten Tabakmuseum einen Besuch abstatten.
Vielerorts haben sich Künstler im Oderbruch nieder gelassen, deren Arbeiten bestaunt werden können.

 

Panoramabild vom Schloss Neuhardenberg Foto: H. Domnick
Panoramabild vom Schloss Neuhardenberg Foto: H. Domnick

Zollbrücke, die Gaststätte am Oder-Neiße-Radweg Foto: H. Domnick
Zollbrücke, die Gaststätte am Oder-Neiße-Radweg
Foto: H. Domnick
Der neue Oderdeich bei Zollbrücke Foto: H. Domnick
Der neue Oderdeich bei Zollbrücke Foto: H. Domnick
Das neue Dammmeisterhaus , heute Gaststätte. Foto: H. Domnick
Das neue Dammeisterhaus Foto: H. Domnick
Blick in die Galerie des Dammeisterhauses Foto: H. Domnick    
 Blick in die Galerie des Dammeisterhauses Foto: H. Domnick  
 
Der ehemalige Hafen von Groß Neuendorf- heute Kaffee,Gaststätte und Hotel Foto: H. Domnick
Der ehemalige Hafen von Groß Neuendorf- heute Kaffee, Gaststätte und Hotel. Foto: H. Domnick  
Die Oderfähre zwischen Deutschland und Polen  bei Güstebieser Loose Foto: H. Domnick
  Die Oderfähre zwischen Deutschland und Polen bei Güstebieser Loose Foto: H. Domnick
Die Bockwindmühle in Wilhelmsaue - ein beliebtes Touristenziel Die Bockwindmühle in Wilhelmsaue - ein beliebtes Touristenziel Foto: H. Domnick Das Öko - Versuchshaus in Wulkow bei Frankfurt/Oder Das Öko - Versuchshaus in Wulkow   bei Frankfurt/Oder Foto: H. Domnick
Schloss Gusow - Hofansicht 2002  Foto: Katja KlebertSchloss Gusow - Hofansicht 2002 Foto: Katja Klebert       Das Museum in Seelow zur Erinnerung an die Kämpfe um die Seelower Höhen 1945 Foto: H. Domnick  
Die Oder mit dem für sie typischen Treibeis Foto: H. Domnick  Die Oder mit dem für sie typischen Treibeis Foto: H. Domnick Blick auf die Oder bei Hochwasser der Stufe 1 von polnischer Seite aus. Foto: H. Domnick  Blick auf die Oder bei Hochwasser der Stufe 1 von polnischer Seite aus. Foto: H. Domnick
Blick in einen Teil der D. A. Thaer- Ausstellung, die 2011 in Möglin neu gestaltet wurde. Foto: H. Domnick
Blick in einen Teil der D. A. Thaer- Ausstellung,
die 2011 in Möglin neu gestaltet wurde. Foto: H. Domnick
Schloß Reichenow, heute Hotel Foto: H. Domnick
Schloß Reichenow, heute Hotel (z. Z. geschlossen). Foto: H. Domnick

 


Wanderung zum Granitberg


Chausseehaus bei Schiffmühle/ H. Domnick
Neben dem Sieben-Hügel-Weg zum Baasee und dem gern genutzten Oder-Neiße- Radweg entlang des Oderdeiches gehört der Wanderweg zum Granitberg zu den bekanntesten Routen. Angelegt 1957 als dritter Lehrpfad des Kreises Bad Freienwalde, soll er als "Heimatkund-licher Lehrpfad Granitberg" an den 1945 verstorbenen Sanitätsrat Dr. med. Gustav Fiddicke aus Freienwalde erinnern.

Der 12 km lange Wanderweg beginnt am Bahnhof in Bad Freienwalde, führt über die heute viel befahrenen Straßen zum Weidendamm und weiter nach Schiffmühle bis hinauf zum 75 m hohen Granitberg bei Gabow.
Der Weidendamm, er wurde schon 1542 von den Uchtenhagenern angelegt, führt über die Brücke, die die Alte Oder überspannt. Gleich hinter der Brücke biegt die Hauptstraße links ab. Direkt an der Abbiegung befindet sich das ehem.
Chausseehaus, welches während der Befestigung der Straße zur Erhebung eines Wegezolls, der Maut, diente. Das Haus entstand nach Entwürfen von C. F. Schinkel.

Der Granitberg von Gabow aus gesehen
Foto: W. Ebert

Fontanehaus in Schiffmühle / W. Ebert

In der Haarnadelkurve steht der Fährkrug, ein Laubenhaus aus dem 15. Jahrhundert. Rechts abbiegend kommt man zum Waldfriedhof. Dahinter folgt ein Verlandungshochmoor mit Sphagnum recurvum (gekrümmtes Torfmoos). Diese Moore entstehen an den Ufern nährstoffarmer, abflussloser Gewässer. Eine ehemalige Tongrube, das sog. Teufelsauge, mit steil abfallenden Hängen, liegt nun unterhalb des Wanderweges. Der Ton stammt aus dem Tertiär und wurde in der Saale-Kaltzeit aufgestaucht.
Ziel der Wanderung ist die höchste Erhebung der Neuenhagener Insel, der Granitberg im Ortsteil Gabow. Von hier aus hat der Besucher nach Norden einen herrlichen Ausblick auf Oderberg mit dem Endmoränenwall und dem Lauf der Alten Oder.

Blicken wir zurück ins trockengelegte Oderbruch in Richtung Freienwalde, so wird der auf das Hochwasser von 1838 zurückreichende Bruchsee sichtbar.
Auf dem Rückweg empfiehlt es sich, durch Gabow und das schöne Straßendorf Schiffmühle zu gehen. Der Dorfplatz im Ortsteil Gabow wird von unter Naturschutz stehenden Eschen geprägt. Dieser Platz war zur Bronze- und Eisenzeit schon besiedelt. Urkunden einer Besiedelung sind von 1337 bekannt.

In den Jahren 1755 - 1760 entstand der Ortsteil Neutornow, gekennzeichnet durch den weithin sichtbaren Schornstein des 1895 in Betrieb genommenen Schöpfwerkes. Auf dem Friedhof neben der Kirche befindet sich das Grab von Henry Fontane, dem Vater von Theodor Fontane. Oberhalb von Neutornow, am sog. Holländer, befand sich ein urgeschichtliches Gräberfeld, von dem die bronzezeitlichen Fundstücke im Oderlandmuseum in Freienwalde zu sehen sind.
Am Ortsausgang von Schiffmühle befindet sich das renovierte Wohnhaus von Henry Fontane, der hier seine letzten Lebensjahre verbrachte. Es ist heute Museum.

© Märkische Eiszeitstraße, H. Domnick, 2004